Vermischung, Crossover und Kollaboration – diesen Schlüsselbegriffen der zeitgenössischen digitalen Kultur nachspürend, haben wir in den Räumen des Berliner Büros der E-Plus Gruppe insgesamt zehn Positionen digitaler Kunst gezeigt. Am 24. Juni 2012 ging die vom Institut für Kultur und Medienmanagement entwickelte Medienkunstausstellung CURRENT NETS nach vier Monaten Laufzeit zu Ende.
Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Künstlern:
Peter Bartz, Daniel Dalfovo, Dominik Eggermann, Constantin Engelmann, Bernhard Garnicnig, Spiros Hadjidjanos, Lynn Hershman Leeson, Tim Horntrich & Jens Wunderling, Jakub Nepraš und Rafaël Rozendaal
Danken möchten wir außerdem unseren Partnern, der E-Plus Gruppe und dem Tschechischen Zentrum Berlin.
CURRENT NETS ist eine Ausstellung des Instituts für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin.
Im Gespräch mit dem Prager Kunstwissenschaftler Jiri Ptácek spricht Jakub Nepraš über Baumhäuser, Abnormalien in sozialen Systemen und den stetigen Informationsfluss. Das ganze Gespräche via Flash Art (CZ/SK Edition)

Während der Vernissage findet man unter http://followgram.me/currentnets einen stetig aktualisierten Fotostream.

Moderne Ausweisdokumente erlauben das Identifizieren von Personen mittels der biometrischen Daten. In immer mehr Ländern werden maschinenlesbare Pässe eingesetzt. Häufig sind sie noch fehlerhaft.
Constantin Engelmanns Arbeit Bionymize “greift an diesem Punkt an und anonymisiert Bilder in ihren biometrischen Daten. Dafür werden die Abstandsmerkmale eines Quellbildes auf ein Zielbild gelegt und dieses wird dementsprechend manipuliert. Das Resultat ist ein Gesicht, das für den Betrachter augenscheinlich geringere Abweichungen aufweist als für ein Gesichtserkennungsverfahren. Die echte Person würde anhand des Resultatbildes nicht mehr korrekt von Biometriesystemen erkannt werden.”
Im Rahmen von CURRENT NETS zeigen wir Constantin Engelmanns Installationsarbeit IPv4.
(Foto: Constantin Engelmann)
Im Mai 2009 wurde Jens Wunderlings Abschlussarbeit “Default to Public” mit dem Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen der Selbstdarstellung im Internet und dem Anspruch auf Privatheit. Im Interview mit Taina Bucher spricht der Künstler über das Trendwort art2.0, das Internet als Porträtgalerie und das Gefühl öffentlich zu sein. Das komplette Gespräch via Rhizome.org

Keine dreißig Stunden mehr, dann wird CURRENT NETS feierlich eröffnet. Anmeldungen werden hier entgegengenommen.

Da wir Jakub Nepras’ Arbeit Tree Relief nur für kurze Zeit zeigen können, bieten wir zusätzlich zu der morgigen Vernissage eine Ausstellungsführung am Freitag, den 24. Februar.
Interessierte melden sich bitte an unter digitale.oeffentlichkeiten@gmail.com
(Foto: Jakub Nepras/ Galerie Waldburger)